Satzung des CVJM-Gütersloh e.V

  1. § 1 Name und Sitz

    Anmeldungen für die Freizeiten können nur mittels der dafür vorgesehenen Anmeldeformulare erfolgen. Der Teilnehmervertrag kommt mit der schriftlichen Anmeldebestätigung zustande. Die Leistungen der Freizeit ergeben sich aus der Leistungsbeschreibung und den allgemeinen Hinweisen in unseren Ausschreibungen.

  2. § 2 Grundlage und Ziel, Aufgaben und Mittel

    a) Der Verein bekennt sich zu dem Herrn Jesus Christus als Gottes Sohn und Heiland der Welt und hält das Wort Gottes für die alleinige Richtschnur des Glaubens und Lebens. Grundlage der Arbeit ist Basis des Weltbundes der CVJM ("Pariser Basis" von 1855): “Die Christlichen Vereine Junger Männer haben den Zweck, solche jungen Männer miteinander zu verbinden, welche Jesus Christus nach der heiligen Schrift als ihren Gott und Heiland anerkennen, in ihrem Glauben und Leben seine Jünger sein und gemeinsam danach trachten wollen, das Reich ihres Meisters unter den jungen Männern auszubreiten.“ Der Hauptausschuss des CVJM Gesamtverbandes hat dazu folgende Zusatzerklärung beschlossen: "Die CVJM sind als Vereinigung junger Männer entstanden. Heute steht die Mitgliedschaft allen offen. Männer und Frauen, Jungen und Mädchen aus allen Völkern und Rassen, Konfessionen und sozialen Schichten bilden die weltweite Gemeinschaft im CVJM. Die Pariser Basis gilt heute im CVJMGesamtverband für die Arbeit mit allen jungen Menschen."

    b) Der Verein übernimmt für die Erreichung des unter § 2a aufgezeigten Zieles insbesondere folgende Aufgaben:

    1. Sammlung um das Wort Gottes zur Weckung und Vertiefung des Glaubenslebens;
    2. Hinführung zu christlicher Gemeinschaft und zu gemeinsamem Dienst;
    3. Förderung zu körperlich und geistig tüchtigen und sittlich gefestigten christlichen Persönlichkeiten, die in Verein, Familie, Gemeinde und Gesellschaft zu verantwortungsbewusstem Handeln und missionarischem Dienst fähig und bereit sind.

    c) Die Mittel zur Erfüllung dieser Aufgaben sind vor allem:

    1. Verkündung des Wortes Gottes in Bibelarbeit, Seelsorge, Evangelisation und Schrifttum;
    2. Rat und seelsorgerische Hilfe in allen Lebensfragen;
    3. Missionarische Betätigung durch Posaunendienst, Schriftenverbreitung und andere Aktionen;
    4. Angebot eines Bildungsprogramms mit Vorträgen, Gesprächskreisen und Seminaren.
    5. Einrichtung von Büchereien und Leseräumen, Verbreitung von Zeitschriften;
    6. Gemeinschaftsfördernde Veranstaltungen, Feierstunden, Gesang, Musik, Freizeiten, Sport und Spiel;
    7. Heranziehung seiner Glieder zur Mitarbeit bei den Aufgaben des Vereins, Durchführung von Seminaren für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter/innen;
    8. Beratung der Wehrpflichtigen und Betreuung der Wehr- und Ersatzdienstleistenden;
    9. Jugendpflege und Jugendsozialarbeit;
    10. Förderung des CVJM-Weltdienstes.
  3. § 3 Gemeinnützigkeit

    Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige, kirchliche Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung 1977 vom 16. März 1976. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

  4. § 4 Mitgliedschaft
    1. Eingeschriebenes Mitglied kann jeder werden, der sich verpflichtet, die Vereinssatzung anzuerkennen. Die Mitgliedschaft unterteilt sich in CVJM-Mitglieder und Einrichtungsmitglieder.
    2. Den Mitgliedern stehen die Benutzung aller Einrichtungen und die Teilnahme an allen Veranstaltungen des Vereins zu.
    3. Alle Mitglieder, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, besitzen das aktive Wahlrecht. Stimmrecht in den Einrichtungen erhalten nur Einrichtungsmitglieder.
    4. Jedes Mitglied zahlt einen von der Jahreshauptversammlung festzusetzenden Beitrag.
    5. Das Ausscheiden aus dem Verein erfolgt entweder freiwillig durch Abmelden beim Vorstand oder durch Ausschluss auf Beschluss des Vorstandes (§ 12.3).
  5. § 5 Altersstufen

    Der Verein gliedert sich in folgende Altersstufen:

    1. Jungscharen
    2. Jugendkreise
    3. Kreise Junger Erwachsener
    4. Familien- und Seniorenkreise
  6. § 6 Leitung des Vereins

    Die Leitung des Vereins liegt in den Händen

    1. der Jahreshauptversammlung
    2. des Vorstandes
    3. der Abteilungen
  7. § 7 Die Jahreshauptversammlung

    Zur Jahreshauptversammlung ruft der Vorstand einmal im Jahr die Mitglieder zusammen und zwar im ersten Viertel des Jahres. Die Jahreshauptversammlung hat insbesondere die Aufgabe, den Vorstand zu wählen, die rechtliche Vertretung des Vereins zu regeln, den Haushaltsplan zu beschließen, die Mitgliederbeiträge festzusetzen, die Jahresrechnung zu prüfen und zu genehmigen, dem Vorstand Entlastung zu erteilen, das Arbeitsprogramm zu beraten und die Kreisvertreter/innen zu wählen. Die Einberufung der Jahreshauptversammlung ist wenigstens 14 Tage vorher mit Angabe der Tagesordnung durch schriftliche Einladung sowie Aushang im Vereinsheim bekannt zu machen. Jedes in der Jahreshauptversammlung erschienene Mitglied, das das 16. Lebensjahr vollendet hat, besitzt eine Stimme. Vertretung durch Vollmacht ist nicht zulässig.

  8. § 8 Außerordentliche Mitgliederversammlung

    Außerordentliche Mitgliederversammlungen können jederzeit vom Vorstand einberufen werden. Der Vorstand ist zu deren Einberufung verpflichtet, wenn wenigstens ein Drittel der stimmberechtigten Mitglieder unter Angabe der zu verhandelnden Punkte dies schriftlich beantragt. Für die Einladung und das Stimmrecht gelten die Vorschriften von § 7.

  9. § 9 Beschlussfassung und Wahlen
    1. Die Jahreshauptversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der Erschienen beschlussfähig.
    2. Die Beschlüsse werden nach Stimmenmehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzende, ob sofortige erneute Beratung oder Vertagung eintreten soll.
    3. Über die Art der Abstimmung (durch Stimmzettel oder Zuruf) entscheidet in allen Fällen die Versammlung selbst.
    4. Auf Antrag eines Mitgliedes muss eine geheime Wahl stattfinden, wenn mindestens ein Drittel der anwesenden Mitglieder dem Antrag zustimmen.
    5. Über die geführten Verhandlungen hat der/die Schriftführer/in einen Sitzungsbericht aufzunehmen, der von ihm/ihr unterzeichnet und von dem/der Vorsitzenden gegengezeichnet werden muss.
  10. § 10 Geschäftsführender Vorstand

    Den geschäftsführenden Vorstand bilden

    1. der/die Vorsitzende
    2. der/die 2. Vorsitzende
    3. der/die Schriftführer/in
    4. der/die Kassierer/in

    Der geschäftsführende Vorstand ist der Vorstand im Sinne des § 26 BGB. Der/die Vorsitzende und der/die 2.Vorsitzende vertreten gemeinsam oder einzeln mit einem weiteren Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes den Verein in allen rechtlichen Fällen. Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes kann jedes Mitglied des Vereins werden, dass

    1. sich zu dem Herrn Jesus Christus als Gottes Sohn und Heiland der Welt bekennt und das Wort Gottes für die alleinige Richtschnur des Glaubens und Lebens hält (§ 2a) und 2. mindestens 18 Jahre alt ist und
    2. mindestens 18 Jahre alt ist und
    3. stimmberechtigtes Mitglied ist.
  11. § 11 Der Vorstand

    Der Vorstand besteht aus wenigstens 9 Mitgliedern, nämlich

    1. dem geschäftsführenden Vorstand (§ 10)
    2. weiteren 5 Beisitzer/innen, die wenn möglich, aus den Leiter/innen und Mitarbeiter/innen der einzelnen Gruppen und Einrichtungen gewählt werden.
    3. den hauptberuflichen Mitarbeiter/innen, die ebenfalls stimmberechtigte Mitglieder des Vorstandes sind.

    Der Vorstand wird in der Jahreshauptversammlung für 2 Jahre von den stimmberechtigten Mitgliedern gewählt. Ausscheidende Vorstandsmitglieder sind wieder wählbar. Scheidet ein Vorstandsmitglied während seiner Dienstzeit aus, so bestimmt der Vorstand eine/n Nachfolger/in bis zur nächsten Jahreshauptversammlung. Mitglied des Vorstandes kann jedes Mitglied des Vereins werden, dass

    1. sich zu dem Herrn Jesus Christus als Gottes Sohn und Heiland der Welt bekennt und das Wort Gottes für die alleinige Richtschnur des Glaubens und Lebens hält (§ 2a) und
    2. stimmberechtigtes Mitglied ist.
      Maximal 2 Mitglieder des Vorstandes können jünger als 18 Jahre, müssen jedoch mindestens 16 Jahre alt sein.
  12. § 12 Aufgaben des Vorstandes

    Der Vorstand hat die Aufgabe, den Verein zu leiten und darüber zu wachen, dass die in § 2 angegebenen Ziele verwirklicht werden. Zu den Rechten und Pflichten des Vorstandes gehören insbesondere:

    1. die Leitung des Vereins
    2. die Bildung von Gruppen und Abteilungen sowie die Berufung ihrer Leiter/innen
    3. die Aufnahme und der Ausschluss von Mitgliedern;
    4. die Einberufung der Jahreshauptversammlung und die Festsetzung der Tagesordnung hierfür;
    5. die Aufstellung einer Ordnung betreffend Aufnahme und Ausschluss von Mitgliedern, Beiträge, Abzeichen usw..

    Abzeichen usw.. Der Vorstand trifft sich in der Regel monatlich. Er ist beschlussfähig, wenn wenigstens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist. Bezüglich der Art der Abstimmung und der Sitzungsberichte gelten die Bestimmungen in § 9, Abs. 3-5.

  13. § 13 Gruppen, Abteilungen und Einrichtungen des Vereins
    1. Die Gruppen, Abteilungen und Einrichtungen des Vereins unterstehen dem Vorstand.
    2. Die Gruppen, Abteilungen und Einrichtungen des Vereins haben kein Sondereigentum an Geld und Gegenständen und dürfen solches auch nicht erwerben. Auch Geld oder Gegenstände, die ausdrücklich einer Gruppe, Abteilung oder Einrichtung geschenkt wurden, sind Eigentum des Gesamtvereins.
    3. Die jeweilige Gruppe, Abteilung oder Einrichtung wird geleitet von:
      1. dem/der Abteilungsleiter/in
      2. dem/der stellvertretenden Abteilungsleiter/in
      3. dem/der Kassenführer/in.
    4. Weitere Funktionen können gegründet werden.
    5. Die Abteilungsleitung wird von der Mitgliederversammlung der Abteilung gewählt. Mit der Kandidatur zur Abteilungsleitung erklären sich die Einzelnen bereit, CVJM-Mitglied zu werden und im Sinne des CVJM in der Abteilung zu arbeiten. Im Übrigen ist § 9 entsprechend anzuwenden.
    6. Aufgaben und Ziele der Abteilungen sind im Einklang mit dieser Satzung in der Abteilungsordnung zu regeln.
    7. Die Abteilungsordnung wird in einer gemeinsamen Mitgliederversammlung aller Abteilungen mit absoluter Mehrheit seiner stimmberechtigten Mitglieder beschlossen und bedarf der Zustimmung des Vorstandes.
  14. § 14 Organisatorische Zugehörigkeit

    Der Verein ist Mitglied des CVJM-Westbundes. Entsprechend der Bundessatzung ist der Verein verpflichtet, den Bundesbeitrag zu zahlen. Der Verein fühlt sich verpflichtet, die Zeitschriften des CVJMWestbundes zu fördern und für deren Verbreitung zu sorgen. Mitglieder des Vorstandes des CVJMWestbundes oder vom Vorstand des CVJM-Westbundes beauftragte Vertreter/innen haben das Recht, mit beratender Stimme an den Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzungen des Vereins teilzunehmen. Der Verein wird durch den Vorstand des CVJM-Westbundes einem Kreisverband des CVJM-Westbundes zugeteilt. Er entsendet seiner Stärke entsprechend Vertreter/innen in die Kreisvertretung. Der CVJM-Westbund gehört dem CVJM-Gesamtverband in Deutschland e.V. in Kassel an. Der CVJMGesamtverband ist dem Weltbund der CVJM in Genf angeschlossen. Der Verein ist als Mitglied des CVJM-Westbundes Teil evangelischer Jugendarbeit, die in der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (AEJ) ihren Zusammenschluss hat. Er ist durch seine Mitgliedschaft im CVJM-Westbund über den CVJM-Gesamtverband dem Diakonischen Werk - Innere Mission und Hilfswerk - der Evangelischen Kirche in Deutschland als einem Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege angeschlossen.

  15. § 15 Änderung der Satzung und Auflösung des Vereins

    Über Änderungen und Ergänzungen dieser Satzung und über die Auflösung des Vereins entscheidet eine Außerordentliche Mitgliederversammlung, bei der wenigstens die Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder anwesend sein muss. Ist die erforderliche Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder nicht anwesend, so ist zur nochmaligen Beschlussfassung über denselben Gegenstand binnen vier Wochen eine zweite Versammlung einzuberufen, welche ohne Rücksicht auf die Zahl der Anwesenden endgültig entscheidet. Auf diese Bestimmung muss bei der zweiten Einladung ausdrücklich hingewiesen werden. Hierbei sind nur Beschlüsse gültig, denen drei Viertel der anwesenden Stimmberechtigten zugestimmt haben. Jede Änderung dieser Satzung bedarf der Genehmigung des Vorstandes des CVJM-Westbundes. (Anmerkung: Bei anerkannter Gemeinnützigkeit des Vereins ist die Änderung einer für steuerliche Vergünstigungen wesentlichen Satzungsbestimmung dem zuständigen Finanzamt mitzuteilen.)

  16. § 16 Vereinsvermögen

    Das Vereinsvermögen muss bis zur Auflösung des Vereins den Zwecken des Vereins dienen. Kein Mitglied hat irgendwelchen Anspruch darauf. Die Abwicklung der Geschäfte nach Auflösung des Vereins obliegt dem zuletzt amtierenden Vorstand. Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes fällt das vorhandene Vereinsvermögen an den CVJM-Westbund - Geschäftsführender Verein e.V. - der es für eine Arbeit im Sinne des § 2 möglichst wieder verwenden muss. Diese Satzung wurde in der Außerordentlichen Mitgliederversammlung am 13.03.2008 beschlossen und ersetzt die Satzung vom 31.07.1992. Sie tritt nach Genehmigung durch den Vorstand des CVJMWestbundes in Kraft.

Gütersloh, den 13.03.2008